Ein Schüler fragt seinen Meister, wie er meditieren solle.
Der Meister antwortete:
“Es ist so: Wenn ein vergangener Gedanke aufgehört hat und
ein zukünftiger Gedanke noch nicht entstanden ist, gibt es da nicht eine Lücke?”

“Ja”, sagt der Schüler.
“Nun gut, dann verlängere diese Lücke. Das ist Meditation.”

 

Beim Meditieren geht es nicht darum, etwas zu erreichen.
Und beim Meditieren musst du auch nicht stundenlang sitzen. Gerade zu Beginn reichen wenige Minuten aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Meditation für dich tun kann. Mehr dazu erkläre ich auch im Beitrag Was ist Meditation?

Ich selbst habe mit sieben Minuten täglich begonnen. Die Regelmäßigkeit spielt eine größere Rolle, als die Länge der Meditation. Sieben Minuten täglich wären für ein paar Wochen am Stück schon einmal ideal, doch setze dich nicht unter Druck. Wie gesagt, beim Meditieren gibt es nichts zu erreichen. 

Meditieren lernen

OSHO, indischer Philosoph und Begründer der Neo-Synnyas-Bewegung, hat drei Leitsätze formuliert,
die helfen, sich beim Meditieren leichter einzufinden:

  • bleibe spielerisch – Meditation ist keine ernste Sache
  • habe Geduld – wie alles braucht das Erlernen der Meditation Zeit
  • sei nicht auf Ergebnisse aus – unser Ego will Erfolge, konträr zum meditativen Zustand

Hier habe ich einmal sieben wichtigsten Schritte für einen guten Start in die Meditation zusammengefasst. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren:

 

7 Schritte, um das Meditieren zu lernen


1. Der Meditationsplatz

Es ist hilfreich stets am selben Ort zu meditieren. Richte dir eine kleine Ecke oder einen Platz in deiner Wohnung ein, an dem du dich wohl fühlst. Dieser Platz sollte nicht der Arbeitsplatz und auch nicht der Platz sein, an dem du schläfst oder Filme schaust. Idealerweise ist es ein Platz, durch den keine täglichen Wege führen und an dem du ganz ungestört von Energien bist. Stelle dir eine Kerze auf und lege kleine, persönliche Dinge dazu – wie zum Beispiel eine Blume in einem Glas, ein Buch, ein Mitbringsel aus einem schönen Urlaub oder auch ein Notizblock mit einem Stift, für den Fall, du möchtest etwas festhalten nach einer Meditation.

 

2. Der Meditationssitz

Zu Beginn empfehle ich das Sitzen, allerdings, wie gesagt, nicht unbedingt im Lotus- oder Schneidersitz. Wie gesagt, beim Meditieren gibt es nichts zu erreichen. Auch im Schneidersitz können Knie verletzt werden. Gerade in unserer westlichen Kultur sind wir es nicht gewohnt, auf dem Boden zu sitzen. Daher: Wenn es zwickt, besser den Rücken an die Wand lehnen und die Beine ausstrecken oder auf einem Stuhl sitzend meditieren. Wichtig dabei ist nur, dass die Füße mit der Erde verbunden sind und der Kopf aufgerichtet gen Himmel strebt. Bei kürzeren Meditationen (bis 15 Minuten) empfehle ich zu sitzen, da die Aufmerksamkeit einfach eher gegeben ist. Ein gutes Meditationskissen unterstützt eine aufrechte Haltung.

 

3. Die Meditationstechnik

Dein Atem ist der perfekte Anker für die Meditation. Nicht nur, weil du ihn immer bei dir hast, du kannst dich auch hervorragend an ihm festhalten, um deine Konzentration nach innen zu richten. Das Schließen der Augen verstärkt die innere Einkehr zusätzlich. Zum Start empfehle ich, sich auf den Atem zu konzentrieren, ihn einfach zu beobachten. Bewerte ihn nicht. Er ist gut so, wie er ist – lass ihn einfach so geschehen, wie er möchte und spüre, wie er in dich strömt und wieder ausströmt. Du kannst dann Schritt für Schritt deine Aufmerksamkeit auf verschiedene Körperstellen richten, die der Atem bewegt oder berührt.

4. Die Meditationszeit

Die besten Zeiten sind morgens oder abends, dann wenn die geistigen Schwingungen am ruhigsten sind. Meditierst du morgens, dann startest du achtsam in den Tag und nimmst dir meist eine gewisse Ruhe bei. Meditierst du am Abend, dann kannst du so vielleicht besser abschalten und danach auch besser einschlafen. Natürlich kannst du aber auch tagsüber meditieren, wenn es dein Alltag erlaubt. Probiere einfach einmal aus, welche Zeit dir leichter fällt und bleibe dann für ein paar Tage dabei.

 

5. Die Meditationsroutine

Es gibt ein buddhistisches Zitat: Meditiere jeden Tag eine halbe Stunde. Außer Du hast keine Zeit. Dann meditiere eine Stunde.
Ja, Meditation wirkt am besten, wen Du sie täglich praktizierst – und seien es nur wenige Minuten.

 

6. Der Meditationsprozess

Umso öfter Du meditierst, desto länger wird die Meditation werden. Mit der Zeit reichen Dir die ersten Minuten nicht mehr aus und plötzlich spürst Du, dass Du länger sitzen möchtest. Das ist ein ganz natürlicher Prozess. Mache Dir auch hierbei keinen Druck. Jede Meditation, egal wie oft, ist ein Schritt zu Dir selbst.

 

7. Dein Meditationsweg

Es gibt viele verschiedene Arten der Meditation. Die Achtsamkeit auf den Atem zu lenken wird oft als Einstieg genutzt, es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten der Meditation. Schreibe für dich auf, warum Du meditieren möchtest, welche Eigenschaften du in dir stärken oder auch, welche du abgeben möchtest. Höre in dich hinein und stelle dir Fragen wie “Was gibt es für dich zu lösen?”, “Was sind deine Träume?”, “Wer möchtest du sein?”. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, welche Meditationsformen für dich passen könnten, dann kannst du dazu recherchieren – oder mich gerne kontaktieren.

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